Mittwoch, 26. Februar 2014

Senf macht dumm!




Man hört die Aussage immer wieder: „Senf macht dumm!“

Aber ist auch etwas dran?

Eine Namensverwechslung könnte der Grund für den Irrglauben sein. Cyanogene Senföle baut der Körper in der Tat zu Blausäure ab. Der Verzehr dieser Senföle kann allerdings zu Hirnschäden führen, aber Nomen ist hier eben nicht Omen. Die hirnschädigenden Senföle kommen in Bittermandeln und in Bambussprösslingen vor. In Senf dagegen sind die gefährlichen Senföle gar nicht enthalten.

Die in Senf enthaltenen Öle haben positive, stimulierende Eigenschaften. Magensaftproduktion und Speichelfluss werden angeregt und damit wird die Verdauung auf Trab gebracht. Es könnte also durchaus sinnvoll sein Senf zur Bratwurst zu essen.

Bleibt noch die Frage, woher die Vorstellung kommt, Senf mache dumm. Ist wohl eher unwahrscheinlich, dass die chemischen Hintergründe bekannt waren, wenn Eltern ihre Kinder vor den Konsequenzen des Senfschleckens warnten. Vielleicht diente der Spruch nur als Erziehungskrücke, die Kinder nämlich davon abzuhalten, vom süßen Senf zu naschen.

Welche Bedeutung der Senf in „Curry, Senf und Ketchup“ hat, verrate ich allerdings nicht.













Curry, Senf und Ketchup (Krimi)

Ein Universitätsprofessor wird ermordet, ein Neonazi und eine Politikerin. Was verbindet die drei?